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| 17:36 Uhr

Kommentar zur EKD-Synode
Nötige Selbstkritik

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR
Diese Selbstkritik war nötig. Der Evangelischen Kirche gelingt es derzeit nur schwer, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die die Positionen der Kirche zur Flüchtlingspolitik nicht teilen. Das machte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, deutlich.
Benjamin Lassiwe

Das aber wäre nötig und dringend erforderlich. Denn wollen die Kirchen wirklich verhindern, dass sich die rechtspopulistische AfD und die Wutbürger von Pegida langfristig an den Rändern der Gesellschaft breitmachen, müssen sie Wege finden, um auf die Anhänger dieser Gruppen zuzugehen. Was die Kirchen notwendigerweise in einen Zwiespalt führen wird: Sie müssen mit Menschen diskutieren, deren Positionen für Christen eigentlich nicht akzeptabel sind. Doch die eigenen Positionen, dürfen sie keinesfalls aufgeben. Menschenfeindlichkeit und Rassismus haben mit dem Christentum nichts, aber auch gar nichts zu tun. Den Weg aus diesem Zwiespalt zu finden, wird wohl eine der größten Herausforderungen, vor denen die EKD, die Landeskirchen und jede einzelne Kirchengemeinde steht.