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| 19:31 Uhr

Kommentar
Was für Cottbus spricht

 Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Es gibt wieder einmal Ärger um Cottbus. Dieses Mal, weil die rot-rote Landesregierung für einen weiteren Regierungsstandort in der Lausitzer Großstadt eintritt. Wie das passiert, ist zu Recht umstritten. Aber es gibt gute Argumente für Cottbus. Von Oliver Haustein-Teßmer

Es wird Zeit, die Debatte um einen Standort der brandenburgischen Landesregierung in Cottbus zu versachlichen. Zwar gibt Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit seinem Vorstoß dazu der Vermutung Nahrung, hier gehe es um ein Geschenk vor der Landtagswahl 2019 an seine Heimatregion.

Und über eine solche Veränderung muss der Landtag offen debattieren. Denn geheimnisvolle Absprachen, das zeigt der Streit um Cottbus, schüren Unmut.

Allerdings spricht für eine dezentrale Landesverwaltung, dass die Digitalisierung voranschreitet.

Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes müssen weder unter einem Dach sitzen noch zur selben Zeit anwesend sein, um zusammenzuarbeiten. Warum soll also weiterhin vor allem Potsdam von staatlichen Einrichtungen profitieren?

Fachleute gibt es ebenso in Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder) und Wittenberge. Möglicherweise ist die Hoffnung auf positive Nebenwirkungen übertrieben. Einen Versuch ist es wert – wenn es nicht erheblich teurer wird als in Potsdam.