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| 15:51 Uhr

Kommentar
Neue Sichtweise im Lärmschutz-Streit

Christian Taubert
Christian Taubert FOTO: LR / Sebastian Schubert
Sie waren sich lange einig, dass es ein Lkw-Fahrverbot für die  B 169 zwischen Cottbus, Senftenberg und Ruhland nicht geben wird. Auch dann noch, als zwei in ihrer Begründung nahezu gleichlautende Urteile des Verwaltungsgerichtes Cottbus auf diese Möglichkeit zur Gewährung von Lärmschutz für Anwohner ausdrücklich hinwiesen.

Die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz sahen aber keine Chance, Lkw auf den 30 Kilometer langen Umweg über A 13 und 15 zu zwingen, ohne dass die regionale Wirtschaft darunter leiden würde. Dass es OSL-Landrat Siegrud Heinze dennoch ganz genau wissen wollte und das Allmosen-Urteil vom Oberverwaltungsgericht prüfen ließ, nötigt Respekt ab. Denn es war nicht auszuschließen, dass die Richter dem Cottbuser Urteil folgen würden. Was letztlich auch vollumfänglich passierte. Damit justierte sich die Sichtweise auf den Lärmschutz für Anrainer neu. Heinzes Schlussfolgerung, dass passiver  Lärmschutz (Schallschutzfenster) allein jetzt nicht mehr ausreicht, macht den Anwohnern Hoffnung. Wenngleich Lkw-Fahrverbote noch weit weg sind.