ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:30 Uhr

Kommentar
Gekämpft und nichts gewonnen

Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
So sieht ein Dilemma aus: Ab Sonntag können die Bewohner von Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch in ihren Orten wieder in einen Zug einsteigen. Glücklich aber sind sie darüber nicht. Dabei hatten sie doch jahrelang um einen Wiederanschluss an die Bahn gekämpft.

Aber der Zug, der künftig zwischen Cottbus und Lübben pendelt und der den Schienenersatzverkehr ersetzt, endet irgendwie anschlusslos in Lübben oder Cottbus. Ausgerechnet Berufspendlern, die in der Hauptstadt arbeiten, hilft er nicht. Die hatten sich mit dem anschlussorientierten Ersatzbus arrangiert. Ein bisschen besser wird’s vielleicht für Radtouristen, die mit dem Drahtesel womöglich bequemer im Zug fahren.

Die Anwohner aber haben gekämpft und nichts gewonnen. Auch wenn jemals schnelle Züge zwischen Cottbus und Berlin durchgängig auf zwei Gleisen rollen sollten, werden ihre drei Haltepunkte ziemlich sicher im Interesse der Reisezeit „überrollt“.

Statt eines Freudenfestes für den neuen Zug, gibt‘s in Raddusch heute einen traurigen Abschied vom Bus. jan.siegel@lr-online.de