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| 02:35 Uhr

Namen verwettet

" Ich zahle mit meinem guten Namen" sagen manche Menschen – und meinen damit ihre Kreditkarte. Aber in Neuseeland kann das ganz wörtlich gemeint sein. pro9

Denn dort geben die Einwohner bisweilen ihren Namen auf, um Wettschulden zu bezahlen. So verwettete ein 22-Jähriger im neuseeländischen Dunedin betrunken bei einem Kartenspiel seinen alten Namen und musste deswegen einen neuen annehmen. Er heißt nun "Full Metal Havok More Sexy N Intelligent Than Spock And All The Superheroes Combined With Frostnova". Das ist zwar beim Buchstabieren am Telefon und beim Ausfüllen von Formularen etwas umständlich, aber in Neuseeland völlig legal. Denn mit 99 Zeichen erreicht der Name noch nicht die vorgeschriebene Maximallänge von 100 Zeichen. Wo aber der Vorname endet und der Nachname anfängt, wurde leider nicht mitgeteilt.

Viele Deutsche können bei einem so liberalen Namensrecht neidisch werden. Aber sie müssen es nicht unbedingt. Denn unter dem richtigen Blickwinkel gibt es auch hierzulande ähnliche Möglichkeiten. So verwetten etwa viele Frauen immer noch ihren Nachnamen, indem sie behaupten: "Wetten, dass ich mir ein Leben mit diesem Mann nicht vorstellen kann?" Wenn sie verlieren, wird diese Frage aber stets umgekehrt gestellt, und der Vorgang heißt Eheschließung .