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Modell Sparflamme funktioniert nicht

Sachsen findet kaum Lehrer und muss deshalb auf so viele Quereinsteiger zurückgreifen wie kein anderes Land. Wie konnte es so weit kommen? Sachsen verbeamtet seine Lehrer nicht und bezahlt sie nicht gerade üppig. Christiane Keilholz

Zudem rechnet die regierende CDU beim Personal lieber knapp. Zumal es lange hieß, dass weniger Kinder an die Schulen kommen. In Zeiten sinkenden Bedarfs weniger Lehrer einzustellen, damit macht sich keine Regierung beliebt.

Nordrhein-Westfalen machte es andersherum. Das Land hat aktuell 200 000 Schüler weniger als 2010 - aber trotzdem 7000 Lehrer mehr. Die einst rot-grüne Landesregierung rechnete nach der Formel: Weniger Schüler plus mehr Lehrer ist gleich besserer Unterricht. Das ging nicht auf. Im Mai wurde Rot-Grün in NRW abgewählt, auch weil die Wähler die Schulpolitik keineswegs qualitativ fanden. Auch dort fehlen übrigens Lehrer.

Nur viele Lehrer machen Schule nicht besser. Doch auch Sachsens Modell Sparflamme funktioniert nicht. Es hilft nichts als regelmäßige Hausaufgaben. politik@lr-online.de