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| 18:00 Uhr

Kolumne Meine Wirtschaftswoche
Wenn der Brexit so richtig in die Hose geht . . .

 Ellen Hasenkamp
Ellen Hasenkamp FOTO: MOZ
Down the drain sagt der Brite, wenn etwas so richtig in die Binsen gegangen ist. Oder vor die Hunde. Im Abflussrohr verschwunden sozusagen. Mit einer gewissen Berechtigung könnte man diese hübsche Redewendung also auch auf den Brexit anwenden, denn dass der Plan vom stolzen Auszug aus der EU gerade so richtig in die Hose zu gehen droht, wird zumindest diesseits des Kanals niemand mehr bestreiten.

Wobei der Vergleich dann doch wieder nicht ganz stimmt: Denn von endgültig weggespült kann in Sachen Brexit noch immer nicht die Rede sein. Wie eine lästige Verstopfung poppt das Thema seit Wochen wieder und wieder auf, allen Bemühungen von Premierministerin May zum Trotz.

Da wir gerade beim Oberthema Sanitäres sind: Aus dem Bereich gibt es nun auch gute Nachrichten zu vermelden. Der Nachschub an Klopapier für ein Britannien außer­halb der EU ist gesichert – zumindest für ungefähr sechs Wochen, wie eine britische Zeitung berichtet. Normales Toilettenverhalten der Nach-Brexit-Briten vorausgesetzt. Über drei Millionen Rollen wurden an vermutlich geheimen und streng bewachten Orten im Königreich in den vergangenen Wochen aufgehäuft. Geliefert wurden sie – und da müssen die geschätzten Hooligans von der Insel nun ganz tapfer sein: von einer deutschen Firma. Ausgerechnet die „Krauts“ retten den Briten nun also sozusagen den Hintern.