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| 16:45 Uhr

Schadstoffe im Eisenocker
Genauere Prüfung notwendig

 Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Eisenschlamm ist eine Folge des Braunkohle-Bergbaus in der Lausitz. Der aus der braunen Spree und anderen Gewässern herausgefilterte Eisenocker kann in Tagebau-Seen versenkt oder zu Dünger verarbeitet werden. Das geht nicht ohne Vorsichtsmaßnahmen. Von Oliver Haustein-Teßmer

Ist das Eisenocker aus Lausitzer Gewässern unbedenklich, wie es die Fachleute des Bergbau-Sanierers LMBV sagen? Oder überschreiten die Schadstoffe darin Grenzwerte, wie Berliner Umweltforscher meinen? Zunächst ist das nur ein Expertenstreit. Dennoch tun die zuständigen Behörden gut daran, hier Zweifel auszuräumen.

Es bleibt notwendig, Eisenocker fortlaufend aus Gewässern, vor allem der Spree, herauszufiltern. Das ist nicht nur eine Frage der Schönheit und des Tourismus. Es geht darum, die Wasserversorgung zahlreicher Haushalte in Berlin und Brandenburg zu sichern.

Lausitzer Eisenschlamm auf Äckern: Erst genauer untersuchen

Aber wohin mit dem Schlamm? Eine Lagerung in abgelegenen Tagebau-Restlöchern wie dem Meuroer See freut nicht jeden Naturschützer, erscheint aber als kleineres Übel. Nutzen aus dem Schlamm zu ziehen wäre besser. Doch bevor daraus Pflanzensubstrate produziert und auf Äckern ausgebracht werden, muss klar sein, ob das vertretbar ist.

Deswegen ist es richtig, dass das Landesbergamt ein Projekt bei Altdöbern ab Frühjahr 2019 befürwortet, wo dies genauer untersucht wird.