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Lasst bloß den Quatsch

FOTO: Michael Helbig
Kommentar. Fußballweltmeisterschaft mit 40 oder sogar 48 Mannschaften? Man möchte den Regierigen beim Weltfußballverband Fifa vor ihrem Treffen heute spontan zurufen: Lasst bloß den Quatsch. So viel Fußball braucht bei einer Weltmeisterschaft niemand. Sascha Klein

Die 32 besten Teams reichen schon lange aus. Das Argument von Fifa-Boss Infantino, mehr Teams würde auch Fußball-Nationen aus der zweiten Reihe eine Chance auf die Teilnahme geben, ist doch nur vorgeschoben. Denn es geht bei dem Gedanken vor allem um Geld. Mehr Nationen versprechen noch mehr Einnahmen. Und das will die Fifa in erster Linie. Natürlich gönnen wir auch Panama, Kanada und Uganda eine WM-Teilnahme bei einer möglichen Mega-WM im Jahr 2026. Aber ist das sportlich zu vertreten? Aus Sicht der Top-Nationen nicht. Trotzdem wird die Fifa alles versuchen, um die WM aufzublähen. Denn es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Machterhalt. Je mehr Nationen eine Chance auf ein WM-Ticket haben - vor allem aus Asien, Afrika und Nordamerika - um so sicherer kann sich Fifa-Boss Infantino sein, dass diese Verbände ihn weiter unterstützen.