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| 20:28 Uhr

Kommentar zur Digitalisierung
Blockade des Digitalpakts schadet den Schülern

Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Brandenburg und Sachsen liegen bei der Digitalisierung der Schulen zurück. Geld gäbe es vom Bund, wenn es nicht Blockierer wie die Landesregierung von Baden-Württemberg gäbe. Der Kampf um Bildungsföderalismus aber schadet letztlich den Schülern. Von Oliver Haustein-Teßmer

Schöner Widerspruch: Brandenburg sucht den Weg in die Digitalisierung, und Experten empfehlen der Landesregierung, gelungene Beispiele  vorzuzeigen. Zur selben Zeit wird bekannt, dass der Digitalpakt von Bund und Ländern, der ab 2019 Schulen helfen soll, im Verzug ist.

Schade! Denn in Brandenburg und auch in Sachsen haben die meisten Schulen bislang kein schnelles Internet. Computer, Tablets und Whiteboards fehlen. Weil aber Berufe mit Zukunft immer mit digitalen Anwendungen zu tun haben, müssen Kinder und Jugendliche das lernen, so selbstverständlich wie das Zocken auf dem eigenen Handy.

Die Länder allein können Breitband und neue Lernwelten für alle Schulen kaum bezahlen. Geld vom Bund wäre da. Aber erst, wenn das Grundgesetz geändert wird und in der Bildung Zusammenarbeit erlaubt, fließen die Milliarden. Blockierer im Namen des Bildungsföderalismus wie Baden-Württemberg müssen sich bewegen. Sonst ziehen die Jahre ohne moderne Schulen ins Land.