ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:25 Uhr

Kommentar zum Brandenburger Wahlkampf
Panik ist schlechter Ratgeber

 Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Es sind noch drei Wochen bis zur Landtagswahl. Und wer am Montag sowohl Ministerpräsident Dietmar Woidke als auch den Herausforderer Ingo Senftleben erlebt hat, dem bietet sich ein völlig unterschiedliches Bild.

Auf der einen Seite steht der CDU-Landesvorsitzende, präsentiert ein 100-Tage-Programm und meldet seine Machtansprüche an. Ärmel hochkrempeln, loslegen, aufbrechen – so ist die Stimmung bei der CDU.

Auf der anderen Seite steht die SPD: Sie reagiert mit einer Plakatkampagne auf die Kampagne der AfD. Aber irgendwie halbherzig: Was sind schon 2500 kleine Plakate an den Laternenmasten in einem Flächenland wie Brandenburg? Und vor allem: Wieso macht man nichts Eigenes? Wieso lässt man sich von der AfD diktieren, was auf den Plakaten steht? Führt das nicht am Ende dazu, dass man die AfD-Kampagne nur noch bedeutungsvoller macht, deren Plakate noch optisch hervorhebt, indem man da was drunterhängt? Panik war schon immer ein schlechter Ratgeber. Aber wenn man einen schlecht laufenden Wahlkampf in letzter Minute noch drehen will, dann gilt das ganz besonders.