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| 21:31 Uhr

Kommentar
Der Bahnkunde als Verfügungsmasse

 Andreas Blaser
Andreas Blaser FOTO: LR / Andreas Blaser
Die Deutsche Bahn hat am Wochenende wieder einmal eindrucksvoll und nachdrücklich klargemacht, wa­rum sie bei vielen Deutschen einen ziemlich schlechten Ruf hat. Dass der Bahn – wie ihren Konkurrenten auf der Schiene und anderen Branchen auch – Fachkräfte fehlen, ist dem Konzern nur bedingt vorzuwerfen. Von Andreas Blaser

Und dass notwendige Baustellen zu Behinderungen und Verzögerungen führen, ist auf der Straße nicht anders.

Dass die Bahn aber in einer Region Tausende Besucher von Gartenfest, Festival & Co. von und zu den Veranstaltungsorten fährt und dafür in einer anderen Region geplant Zugverbindungen ausfallen lässt, ist eine Missachtung ihrer dortigen Kunden. Dass die Bahn für die nicht gefahrenen Kilometer jetzt Geld ans Land zurückzahlen muss, ist das Mindeste. Bahnleistungen werden aber immer wieder neu ausgeschrieben. Dabei sollte Brandenburg künftig sehr genau schauen, wie realistisch die Angebote sind. Denn wie das vergangene Wochenende gezeigt hat, kann die Bahn selbst den Mangel planen.

andreas.blaser@lr-online.de