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| 20:15 Uhr

Kommentar
Nicht besser, sondern anders

 Sybille von Danckelman
Sybille von Danckelman FOTO: LR / Sebastian Schubert
Reform-Chaos, Lernstress, Stundenausfall auf der einen Seite, flexible Unterrichtskonzepte, gutes Schulklima und Förderkultur auf der anderen Seite – die Fronten im Schulsystem sind schnell aufgemacht. Von Sybille von Danckelman

Dabei macht es keinen Sinn, staatliche und private Schulen gegeneinander auszuspielen. Aus drei Gründen.

Erstens: Wer Privatschulen automatisch mit besseren Lernleistungen des Nachwuchses gleichsetzt, könnte sich verkalkuliert haben. Eine Bildungsstudie hatte schon vor einigen Jahren zutage gefördert, dass die Unterschiede wenig bedeutsam sind.

Zweitens: Wer schulpflichtige Kinder hat, weiß, dass manchmal auch das beste Konzept und die schickeste Schule nicht alles sind. Der einzelne Lehrer entscheidet – über Lernklima, Wohlbefinden und Leistungen. Das gilt an der staatlichen genauso wie an der privaten Schule.

Und drittens: Es obliegt der freien Entscheidung der Eltern, ob sie ihr Kind auf eine öffentliche oder private Schule schicken wollen. Diese haben auch die Freiheit, zwischen einer kostenfreien und kostenpflichtigen Schule zu wählen.