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| 19:16 Uhr

Kommentar zu Lehrermangel an Berufsschulen
Jetzt heißt es aktiv werden

Dieter Keller
Dieter Keller FOTO: MOZ
Die duale Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb und in der Berufsschule gilt zu Recht als ein wesentlicher Faktor für den anhaltenden Erfolg der deutschen Wirtschaft. Schon angesichts der niedrigen Jugendarbeitslosigkeit beneiden uns viele Länder darum und versuchen, sie zumindest zum Teil zu kopieren.

Umso schlimmer ist, dass den Berufsschulen ein dramatischer Lehrermangel droht, wie die Bertelsmann Stiftung warnt. Schon lange war es besonders bei gewerblich-technischen Berufen schwierig, genug ausgebildete Lehrer zu finden. Die Wirtschaft lockt mit deutlich attraktiveren Gehältern. Insgesamt kommen in den nächsten Jahren nicht einmal halb so viele Lehrkräfte von der Universität wie gebraucht werden. Das ist eine rote Karte für die Bundesländer: Sie müssen aktiver werden. Derzeit bieten sie zu wenige Studienplätze, und sie müssen den Beruf attraktiver machen, damit sich mehr dafür entscheiden.

Das erfordert erst einmal Investitionen und damit Geld. Das allerdings ist gut angelegt. Denn es ist ein wichtiger Baustein, damit es auch längerfristig genug Fachkräfte gibt und damit Menschen, die den deutschen Wohlstand erarbeiten.

politik@lr-online.de