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| 20:21 Uhr

Kommentar zur AFD
Der letzte Tropfen

 Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Andreas Kalbitz kann sich glücklich schätzen. Ein Ausschluss des AfD-Fraktionsvorsitzenden von der Landtagssitzung am Freitag wäre durchaus verdient gewesen.

Entweder, weil er seinen früheren Fraktionskollegen Steffen Königer mit Absicht als Todeskandidaten bezeichnet hat. Oder, weil er aus purer Dummheit irgendwelches Zeug in das Parlament hineinruft, ohne zu wissen, was das bedeutet. Doch das, was am Donnerstag in der Debatte passiert ist, ist kein harmloses Wortgefecht zweier Erzfeinde mehr. Alles, was in den letzten Tagen über die AfD und ihre Affinität zu Schusswaffen ans Tageslicht kam, sollte auch den Verfassungsschutz hellhörig werden lassen. Denn natürlich besuchen auch Politiker anderer Parteien Waffenhersteller oder engagieren sich im Schießsport. Aber sie benutzen in der Regel keine Gewaltausdrücke in ihren Reden, sie empfangen keine zwielichtigen Geschäftsleute, die mit einem Pistolenholster durch den Landtag ziehen, und sie stoßen keine wüsten Drohungen im Landtag aus. Die neuerliche Grenzverletzung der Brandenburger AfD war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen muss.