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| 18:44 Uhr

Kommentar zu Behandlungsfehlern
Hessen als Beispiel

 Hajo Zenker
Hajo Zenker FOTO: MOZ
Wenn über das Gesundheitssystem gestritten wird, geht es häufig um Geld. Dabei gerät leicht aus dem Blick: Eigentlich sollte der Patient im Mittelpunkt stehen.

Der erwarten darf, dass seine Schmerzen kompetent behandelt werden.

Dass dem nicht immer so ist, hat so mancher schon am eigenen Leib oder bei Angehörigen oder Freunden erfahren. Und Ohnmacht häufig noch dazu – denn offiziell werden Behandlungsfehler selten. Dazu halten Mediziner häufig zu sehr zusammen. Kein Wunder, dass die Dunkelziffern hoch sind. Während sich 2018 die Ärztekammern mit 11 000 potenziellen Behandlungsfehlern auseinandergesetzt haben, geht das Aktionsbündnis Patientensicherheit von 20 000 Menschen im Jahr aus, die in deutschen Krankenhäusern an vermeidbaren Fehlern sterben. Und von 800 000 Patienten, die unnötig leiden. Kein Wunder, dass viele Deutsche Angst vor einem Klinikaufenthalt haben. Damit das nicht so bleibt, braucht es offenbar neue Instrumente. Hessen etwa hat für die Kliniken die Einsetzung von Beauftragten für Patientensicherheit beschlossen. Das sollte bundesweit Schule machen.
politik@lr-online.de