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| 13:15 Uhr

Kommentar
Zukunftsmusik – mit einem Misston

 Andreas Blaser
Andreas Blaser FOTO: LR / Andreas Blaser
Was Brandenburgs Verkehrsministerin und die VBB-Chefin jetzt verkündeten, ist Zukunftsmusik, die klingt aber gut. Von Andreas Blaser

Einige der von Bahnreisenden viel genutzten Strecken in der Lausitz sollen im 30 Minuten-Takt befahren werden. Potsdam realisiert, dass Strukturentwicklung und -wandel viel mit Infrastruktur zu tun hat. Die schon heute brummende Jobmaschine BER muss halt auch irgendwie günstig zu erreichen sein. Auch Radtouristen wollen möglicherweise nicht schon im Sattel nach Senftenberg und ins Lausitzer Seenland fahren. Und die dank Strukturwandel vielleicht vielen Behörden- und anderen Jobs in Cottbus & Co. locken eventuell auch den einen oder anderen an, der nicht gleich vor Ort wohnen will. Ein Misston bleibt aber: Der 30-Minuten-Takt für Cottbus-Lübbenau gilt nicht vor 2025, weil das zweite Gleis fehlt. Die Verantwortung dafür liegt aber nicht in Potsdam, sondern in Bayern. Wa­rum dort? Seit zehn Jahren stellen Christsoziale den Bundesverkehrsminister. Und mindestens genauso lang reden wir schon über das zweite Gleis.
⇥andreas.blaser@lr-online.de