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| 17:15 Uhr

Kommentar
Mut zu schwieriger Entscheidung

Simone Wendler
Simone Wendler FOTO: LR / Sebastian Schubert
Wer auf ein Spenderorgan angewiesen ist, kämpft um sein Leben. Wer gesund ist und keinen Betroffenen in seinem Umfeld hat, blendet das in der Regel aus. Niemand will sich gern mit Krankheit oder sogar mit dem eigenen Tod befassen.

Letzteres wäre jedoch nötig, um sich bewusst für oder gegen eine Organspende zu entscheiden. Und wer sich keinen Spenderausweis in die Tasche stecken will, der könnte zumindest mit seinen Angehörigen darüber sprechen und dort seinen Willen in Sachen Organspende hinterlassen. Denn weil es in Deutschland leider der ausdrück­lichen Zustimmung zu Lebzeiten oder durch Angehörige zur Organentnahme bedarf, führt kein anderer Weg zur Lebenshilfe für Todkranke.

Ja, es gibt auch Defizite in Kli­nik­organisationen, die einer höheren Spenderrate entgegenstehen. Doch der Schlüssel zu mehr Transplantationen ist und bleibt die Bereitschaft der Spender. Reden Sie doch mal mit Ihrem Hausarzt darüber. Der hat vielleicht auch Spenderausweise im Schrank.

simone.wendler@lr-online.de