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| 18:36 Uhr

Kommentar zum Ökostrom-Ausbau
So kann die Energiewende nicht gelingen

FOTO: MOZ
Die Zahlen klingen dramatisch: Mit nur 41 Windrädern im ersten Quartal ist der Ausbau der Windkraft eingebrochen. Das liegt nicht nur am Widerstand der Bürger. Verantwortlich für den Rückgang sind Sonderregelungen bei den Ausschreibungen von 2017, die inzwischen wieder abgeschafft sind. Von Igor Steinle

Die Zahlen dürften sich in Zukunft wieder erholen.

Aber dennoch: Windparks werden wegen der langen Genehmigungsverfahren zunehmend unattraktiver. 80 Prozent aller Projekte werden von Anwohnern oder Umweltverbänden beklagt, berichtet die Branche.

Gleichzeitig schreibt die Regierung nicht genügend neue Projekte aus, weil auch der Stromnetzausbau von Bürgerinitiativen bekämpft wird. Alle sind für Klimaschutz und Energiewende, aber niemand will Windräder oder Stromtrassen im Hinterhof haben. Das ist in gewisser Weise verständlich und menschlich. Aber gleichzeitig kann die Energiewende so nicht gelingen.

Der Bundesregierung muss deswegen der große Wurf gelingen, die verschiedenen Interessen miteinander zu versöhnen. Altmaiers Beschleunigungsgesetz ist ein wichtiger erster Anlauf dazu.

politik@lr-online.de