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| 19:12 Uhr

Kommentar
Der radikale Osten

 Simone Wendler
Simone Wendler FOTO: LR / Sebastian Schubert
Der Verfassungsschutz nimmt die AfD schärfer ins Visier. Auch wenn die Partei juristisch dagegen vorgehen will, es wird ihr kaum nützen. Zu deutlich sind die zahlreichen Anhaltspunkte dafür, dass gerade in ihrer Jugendorganisation und in ihrem völkischen „Flügel“ die Tür zum Rechtsextremismus weit offen steht. Von Simone Wendler und Wendler

Pauschale Herabwürdigungen von Flüchtlingen, insbesondere Muslimen, Verächtlichmachung der Demokratie und Übernahme rechtsradikalen Vokabulars – das Bundesamt für Verfassungsschutz hat zahlreiche Beispiele dafür aufgelistet. Wer das Dossier liest, dem kann übel werden.

Auffallend dabei, AfD-Funktionäre aus dem Osten haben einen großen Anteil an dieser Materialsammlung, allen voran Björn Höcke.  Mit ihm, Jörn Urban und Andreas Kalbitz ziehen drei Vertreter des besonders problematischen „Flügels“ als Spitzenkandidaten der AfD in die Landtagswahlen 2019 in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Dieser Teil der AfD dominiert die Partei im Osten schon längst. Im bevorstehenden Wahlkampf könnten deshalb wichtige Weichen gestellt werden, auch für das weitere Vorgehen der Verfassungsschützer.