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Kommentar zum Friedensnobelpreis für Anti-Atomwaffenkampagne
Eine Überlebensfrage

Hagen Strauß
Hagen Strauß FOTO: krohnfoto.de
Zum Friedensnobelpreis für Anti-Atomwaffenkampagne

Dass im Moment mit Donald Trump und Kim Jong Un zwei Männer auf   Egotrip auch mit dem Einsatz von Atomraketen drohen, hat das Nobelkomitee darin bestärkt, den diesjährigen Friedensnobelpreis der internationalen Kampagne für ein Atomwaffenverbot „Ican“ zu verleihen. Das ist aber nur ein kleiner Teil des Problems.

Die Arsenale der Supermächte sind nach wie vor voll mit Atomwaffen. Etliche Länder streben nach der Technologie, Terroristen wollen der Waffen habhaft werden. Aus dem einstigen Gleichgewicht des Schreckens zwischen Ost und West ist längst ein Ungleichgewicht mit neuen Gefahren geworden. Umso wichtiger war das Ziel der jetzt ausgezeichneten Kampagne. Denn es geht schlichtweg um das Überleben der Menschheit. 122 Staaten haben im Juli einen entsprechenden UN-Verbotsvertrag unterzeichnet. Und hier kommt die Bundesregierung ins Spiel – sie nicht. Weil man dann auch die USA auffordern müsste, die in Deutschland gelagerten Atomraketen abzuziehen. Wenn es konkret wird, herrscht in Berlin Feigheit vor dem Freund.