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| 05:15 Uhr

Kommentar
Fingerhakeln um Kohlekommission

Simone Wendler
Simone Wendler FOTO: LR / Sebastian Schubert
Die Sache ist peinlich. Die Strukturwandel- auch Kohlekommission genannt, soll eine der wichtigsten Fragen der aktuellen Klima- und Energiepolitik beraten. Wie gelingt der Abschied von der Braunkohle, ohne dass die Reviere sozial kippen und die Stromversorgung unsicher wird?

Doch der Beschluss über die Zusammensetzung des Gremiums wurde jetzt erneut verschoben.

Das zeigt, dass bis zum letzten Augenblick offenbar an der Personalliste gefeilt wurde. In den vergangenen Wochen war zu beob­achten, wie alle denkbaren Interessenverbände versuchten, möglichst viele Stühle mit eigenen Leuten zu besetzen. Denn die Erwartungen an die Kommission sind groß und völlig konträr.

Grüne und Umweltverbände wollen einen schnellen Abschaltplan für alle Kohlekraftwerke. Die Kohleregionen wollen möglichst lange die gut bezahlten Jobs behalten und Zeit für den Aufbau von Alternativen. Allein das Fingerhakeln um die Personalien zeigt schon heute, ein guter Kompromissvorschlag ist von dem Gremium kaum zu erwarten.

simone.wendler@lr-online.de