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| 09:51 Uhr

Kommentar
Mit einer Stimme sprechen

Andrea Hilscher
Andrea Hilscher FOTO: Sebastian Schubert / LR
Im Jahr 2020 läuft die aktuelle Haushaltsperiode der EU aus. Sachsen und Brandenburg haben aus Brüssel in den vergangenen Jahren rund 4,5 Milliarden Euro für die Entwicklung tragfähiger Wirtschaftsstrukturen und sicherer Arbeitsplätze bekommen.

Geld, auf das in strukturschwachen Regionen auch künftig nicht verzichtet werden kann. Politiker der Landesregierung wie auch Vertreter der Kommunen tun gut daran, in Brüssel rechtzeitig Pflöcke einzuschlagen und um frische Fördermillionen zu werben. Doch die Konkurrenz ist groß. Die Lausitz muss sich gegen 42 Regionen in Europa behaupten, die vom Ende des Kohlebergbaus betroffen sind. Sie alle wollen in den kommenden Jahren ein möglichst üppiges Stück vom Förderkuchen abbekommen. Die Erwartungen sind groß, auch in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz. Gut, dass es inzwischen eine länderübergreifende Wirtschaftsförderung gibt. Jetzt müssen die Akteure auf dem Feld des Strukturwandels es schaffen, ihr Handeln besser als bisher zu koordinieren. Nur wer mit einer Stimme spricht, wird in Brüssel gehört.
andrea.hilscher@lr-online.de