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| 05:50 Uhr

Kommentar zu Strukturhilfe für Cottbus
Behörden-Jobs allein reichen nicht aus

 Oliver Haustein-Teßmer
Oliver Haustein-Teßmer FOTO: LR / Sebastian Schubert
Cottbus. Nun gibt es erste konkrete politische Vorhaben wie die Erweiterung der Knappschaft in Cottbus, die der Lausitz während des Kohleausstiegs helfen sollen. Der regionalen Wirtschaft nützt das erst einmal kaum. Von Oliver Haustein-Teßmer

Ideen zum Strukturwandel in der Lausitz nehmen Form an. Dazu zählt der geplante Aufbau neuer Arbeitsplätze bei der Knappschaft in Cottbus.

Es ist sicher kein Zufall, dass die Landesregierungen in Brandenburg und Sachsen dabei kurz vor der Landtagswahl 2019 einen Zahn zulegen. Inzwischen gibt es regionale Büros der jeweiligen Strukturwandel-Beauftragten wie in Cottbus und Hoyerswerda, und jeder bundespolitische Kompromiss zur Förderung der Kohleregion wird bejubelt.

Im Fall der Knappschaft ist das einerseits angemessen, denn es geht um Hunderte Stellen. Und ohne Druck aus Potsdam würden sich keine Stellen des Bundes so einfach verpflanzen lassen.

Andererseits sind es nur behördliche Aufgaben, die bisher andernorts erledigt werden, die in einer Art Fördergeld-Zentrale gebündelt werden sollen.

Lokale Unternehmen brauchen mehr Unterstützung

Das kann effizient sein. Aber der regionalen Wirtschaft hilft das kaum. Unternehmen und lokaler Entscheider müssten es viel leichter haben, eigene Ideen gefördert umzusetzen – als Strukturwandel von unten. Der dauert im Vergleich länger, stärkt aber die Lausitz mehr.