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| 11:36 Uhr

Kommentar
Begegnung auf Augenhöhe

 Von Harriet Stürmer
Von Harriet Stürmer FOTO: MOZ
Dass die für den Betrieb des Tagebaus Jänschwalde notwendige Grundwasserabsenkung mitverantwortlich für den niedrigen Wasserstand von Seen im Umfeld ist, ist inzwischen unbestritten. Von Harriet Stürmer

Und nachdem der Tagebaubetreiber Leag per bergrechtlicher Anordnung zu Wassereinleitungen verpflichtet wurde, sind auch schon erste Erfolge sichtbar. Doch damit hört der Frust im Revier nicht auf. Der Bergbau wird von Anwohnern auch für Schäden am eigenen Hab und Gut verantwortlich gemacht. Die Probleme sind vielfältig und reichen bis zu meterlangen Rissen an der Hauswand. Aber anders als in anderen Bundesländern gehen Brandenburger Betroffene, die vom Tagebaubetreiber eine Entschädigung fordern, in den meisten Fällen leer aus. Die Gutachter kommen von der Leag selbst. Objektive Schadensbewertung sieht anders aus. Aber leider können sich nur wenige Betroffene eigene Sachverständige oder teure Prozesse leisten. Die Schlichtungsstelle bietet die Möglichkeit, dass sich die Leag und Hausbesitzer endlich auf Augenhöhe und unter Kontrolle des Landes begegnen. Womöglich steigt nun die Zahl der Entschädigungen. Noch wünschenswerter wäre es, wenn bei Bergbauschäden die Beweislast generell beim Betreiber liegen würde.

politik@lr-online.de