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| 05:40 Uhr

Kommentar
Kurze Wege zu schnellen Schienen

 Jan Siegel
Jan Siegel FOTO: LR / Sebastian Schubert
Die Mobilität der Zukunft sieht anders aus als das, was wir heute auf Straßen und Schienen erleben. Der Trend zu noch mehr Schwerlastern und Fernbuslinien auf noch mehr Autobahnspuren wird sich so nicht fortsetzen lassen. Von Jan Siegel

Mobilität der Zukunft heißt intelligente Vernetzung unterschiedlicher Systeme auf Schienen und Straßen.

Da kommt Wehmut auf, wenn man betrachtet, wie stiefmütterlich die Bahninfrastruktur in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten behandelt worden ist. Streckenstilllegungen, marode Brücken und Trassen, weggesparte Instandhaltungskapazitäten. Da muss jetzt viel getan werden. Vor allem aber kommt es darauf an, dass all die guten Pläne, die aus den Schubladen geholt und auf die Tische gepackt werden, flott umgesetzt werden. Wer beobachtet, welche Beschlüsse, Planungs-, Abstimmungs- und Verwaltungsakte in Gang gesetzt werden müssen, um ein zweites Gleis zwischen Cottbus und Lübbenau zu verlegen, erahnt, was mit größeren Vorhaben auf uns zurollen kann.

Die Lausitz braucht schnelle Entscheidungen mit schnellen Verfahren für schnelle Strecken. Ankündigungen und Visionen allein reichen nicht. ⇥jan.siegel@lr-online.de