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Lärmschutz an der B 169
Klein Oßniggibt nicht auf

Christian Taubert
Christian Taubert FOTO: Sebastian Schubert / LR
Von Christian Taubert

Jetzt ist es gekommen, wie es kommen musste: Klein Oßnig gibt nicht auf. Jene Anwohnerin, die den Spree-Neiße-Kreis zur Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutzwerte aufgefordert hatte, geht erneut in Widerspruch. Und das hat einen guten Grund. Denn im Bescheid aus Forst von Ende Februar ist der Klägerin auf 34 Seiten erläutert worden, was nach Ansicht der Behörde nicht geht. Dass Verwaltungsrichter geurteilt haben, im Interesse des Lärmschutzes der Bürger auch Lkw-Verkehr auf Autobahnen zu zwingen, wurde abgewehrt. Der 30-km-Umweg über das Spreewald-Dreieck für die Zeit, solange es keine Ortsumfahrungen gibt, ist für Schwerlaster unzumutbar. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Lkw-Kolonne auf der B 169 zwischen Cottbus-West, Groß­rä­schen und Ruhland, die sich inzwischen auf 1400 Laster pro Tag summiert hat, müssen Anwohner dagegen ertragen. Ihnen ist es nicht zu erklären, dass der Gesetzgeber Richtwerte für den Schutz der Gesundheit festlegt, die offenbar für Klein Oßnig nicht gelten. Deshalb wehrt sich der Ort weiter.
christian.taubert@lr-online.de