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| 02:49 Uhr

Kein Ruhmesblatt

Jede Menge kriminelle Energie, gepaart mit Gutgläubigkeit und schlampigen Kontrollen. Das waren die Hauptzutaten im Skandal um die Förderung der mittlerweile insolventen Human Bio Sciences (HBS). iwe1

Deutlich wurde das erneut, als die Leiterin der EU-Prüfbehörde, Vera Fiebelkorn, am Dienstagabend im Haushaltskontrollausschuss die Fakten auf den Tisch legte.

Die Beamtin nahm kein Blatt vor den Mund, und das war gut so. Denn zu den Pflichten eines Staatsdieners gehört es auch, auf klare Missstände in der Verwaltung hinzuweisen. Deswegen wirft es kein gutes Licht auf den damaligen Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), dass die zweite Tranche der Fördergelder ausgezahlt wurde, obwohl es handfeste Betrugswarnungen gab. Denn so sehr die Hauptschuld eines Betrugs immer beim Betrüger liegt, so dumm ist es, sich trotz ausdrücklicher Warnungen am Ende auch betrügen zu lassen.

politik@lr-onine.de