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Kein Recht für Menschenhändler

Das ist ein perfides Geschäft. Es geht um Kinder – ungeborene. Sie werden "verkauft" an deutsche Sozialhilfeempfänger, ehe sie den Mutterleib verlassen haben. Jan Siegel

Skrupellose Geschäftemacher - unter ihnen hoch dotierte, deutsche Anwälte und Notare - haben den internationalen Markt der Wirtschaftsflüchtlinge für sich entdeckt. Sie versprechen ihren schwangeren Kundinnen Nachwuchs mit deutscher Staatsbürgerschaft und den Müttern ein Bleiberecht im gelobten Land. Das Komplettpaket vorbei am Asylrecht für ein paar Tausend Euro.

Zu unfreiwilligen "Helfern" der Menschenhändler werden dabei derzeit die Richter des Bundesverfassungsgerichts. Sie hatten entschieden, dass Vaterschaftsanerkennungen im Verdachtsfall nicht angefochten werden können.

Wie lange wollen die Gesetzgeber noch warten, ehe sie den Standesämtern endlich die rechtlichen Werkzeuge in die Hand geben, mit denen sie Scheinvaterschaften verweigern können. Menschenhändler und Betrüger dürfen in Deutschland nicht das Recht auf ihrer Seite haben. jan.siegel@lr-online.de