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| 20:07 Uhr

Lärmschutz-Streit
Belehren ist keine Kompromisslinie

Christian Taubert
Christian Taubert FOTO: Sebastian Schubert / LR
Sieht so Kompromisssuche aus? Da sitzt die Interessengemeinschaft der B 169-Anwohner einer Übermacht aus Behörden- und Wirtschaftsvertretern mit der Ministerin aus Potsdam gegenüber und wird belehrt: Dass diese Bundesstraße eine Verkehrs­ader der Lausitz ist. Von Christian Taubert

Dass sich Lkw immer den kürzesten Weg suchen (statt Autobahnen zu nutzen). Dass Fahrverbote für Transitlaster nicht die erhofften Lärmschutzeffekte bringen. Dass Fahrverbote hier Ausweichverkehr auf benachbarte Straßen bringen würde. Dass nur Ortsumfahrungen Entlastungen bringen werden. Was hat das Wiederholen von bekannten Fakten mit Kompromisssuche zu tun? Der Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Anwohner weich „geklopft“ werden sollen. Für immerhin vollfinanzierte Lärmschutzfenster, was bisher vor Ort abgelehnt wird.

Die verfahrene Lage zu ordnen, bis es 2030 vielleicht Ortsumfahrungen gibt, ist kompliziert. Aber in Schönefeld gibt es Nachtflugverbot. Ein Kompromissangebot für gut zehn Jahre wäre ein Lkw-Nachtfahrverbot. Vielleicht für den nächsten Runden Tisch.