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| 15:02 Uhr

Kommentar Kinderarmut
Einsatz ist zwingend

FOTO: MOZ
Kommentar. Über die Berechnungsgrundlage für Armut lässt sich streiten. Wer in Deutschland weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. So misst sich Armut immer auch am Reichtum und am Fortschritt einer Gesellschaft, nicht an den existenziellen Bedürfnissen des Menschen. Von Tanja Wolter

Betroffene hierzulande haben vor allem damit zu kämpfen, nicht Schritt halten zu können mit Wohlstandsentwicklung, Lohnsteigerungen und Bildungsfortschritt. Sie sind, anders als viele Lautsprecher und Wutbürger in diesem Land, die wirklich Abgehängten. Dass dies immer mehr Familien und Alleinerziehende mit Kindern trifft, muss uns alle aufhorchen lassen.

Auch wenn nicht alles hausgemacht ist, sondern die Zahlen zuletzt insbesondere wegen des Flüchtlingszuzugs zugelegt haben, deutet vieles darauf hin, dass sich Armutsrisiken in Deutschland verfestigen. Eine reiche Gesellschaft, die sozial sein will, muss aber in der Lage sein, dieses Risiko zu senken. Vor allem für die Kinder, egal welcher Herkunft, ist dies zwingend. Sie sind die Gesellschaft von morgen. ⇥politik@lr-online.de