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| 19:14 Uhr

Lesermeinung Jung versus alt beim Autofahren
Das richtige Verhältnis macht’s

Statistik zu jungen und alten Autofahrern hat einen Haken

Zum Beitrag „Jung gegen Alt – wer ist gefährlicher am Steuer“, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 4. März: Der Versuch der Abwägung, wer gefährlicher im Straßenverkehr ist, ist erst einmal zu akzeptieren, hat jedoch aus meiner Sicht einen Pferdefuß?:

Eine reale Einschätzung kann doch nur bei annähernd gleichen Beteiligten erfolgen. Da der Anteil von unter 25-Jährigen an der Bevölkerung nur rund fünf Prozent beträgt, der der Senioren (65+) aber 25 muss man doch die „Fallzahlen“ auf einen realen Anteil an Verkehrsteilnehmern bringen.

Auch wenn man davon ausgeht, dass jeder fünfte Senior nicht mehr selbst fährt, ist das Verhältnis immer noch eins zu vier. Multipliziert man also die Unfälle der 25- Jährigen mit vier, dann ergibt sich, dass junge Fahrer in allen im Artikel angeführten Positionen an mehr Unfällen beteiligt sind als die alten:

Die Beteiligung von Senioren an Unfällen 2018 liegt bei 22 Prozent, bei den 18 bis 24-Jährigen bei sieben Prozent. Wird der Anteil der unter 25-Jährigen mit vier multipliziert, ergeben sich 28 Prozent.

Bei Unfällen mit Personenschaden liegt im Vorjahr der Anteil von Senioren bei 27 Prozent, bei den unter 25-Jährigen waren es zehn Prozent. Multipliziert man das mit vier, ergeben sich aber 40 Prozent.

42 Unfälle mit Todesfolge haben Senioren 2018 verursacht, bei den jungen Fahrern im Alter von 18 bis 24 waren es 21. Wird letztere Zahl mit vier multipliziert ergibt auch ein anderes Bild bei den jungen Fahrern, die Zahl ist sogar doppelt so hoch.

Ich gehöre auch zu den Alten und fahre nicht nur in und um Cottbus mit dem Auto. In mehr als 50 Jahren habe ich einen Bagatellschaden auf einem Parkplatz verursacht.