| 17:52 Uhr

Leserbriefe
Jahrelang ein Tabuthema?

Gewalt durch Flüchtlinge

Mehr Gewalt durch Flüchtlinge, jahrelang ein Tabuthema. Jeder, der dieses Problem ansprach, wurde sofort in die rechte Ecke gestellt. Welch ein Zufall, dass ausgerechnet zum Eröffnungstag der Sondierungsgespräche zur GroKo ein Untersuchungsbericht zu diesem Problem vorgelegt wurde, der zu dem Ergebnis kam, dass tatsächlich die Gewalttaten durch Flüchtlinge massiv zugenommen haben. Überraschend auch das Fazit, dass die Trennung der teilweise noch minderjährigen Straftäter von ihren Familien Ursache für deren Aggressivität ist. Bekanntlich hat die SPD auch deshalb den Familiennachzug zu einem Hauptthema und Bedingung zur Bildung der GroKo gemacht, was von der Union jedoch strikt abgelehnt wird. Wie gut, dass jetzt eine Studie den Beweis erbracht hat, dass die SPD mit ihrer Forderung recht hat. Interessant ist es aber auch zu wissen, dass diese Studie, auf Kosten der Steuerzahler, durch das SPD-geführte Familienministerium beauftragt wurde, in einem SPD- regierten Bundesland und durch einen Ex-SPD-Justizminister durchgeführt wurde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Peter Hannemann
Cottbus

Ein neues Jahr hat begonnen, und die Prognosen, wie es werden wird, überschlagen sich. Die Wirtschaft in Deutschland boomt; die Konjunkturerwartungen werden ständig nach oben korrigiert. Doch muss das immer so sein? Leben wir nicht vielmehr in einem Zeitalter der Überforderung? Die politischen Problemlagen weltweit sind unübersehbar. Die ständige Selbstbeschleunigung der digitalen Kommunikation ist beängstigend. Ökonomischer Größenwahn greift um sich. Ständiges Wirtschaftswachstum – muss das sein?

Sollte die gegenwärtige Menschheit nicht vielmehr innehalten? Müssten wir in unserer heutigen Welt eine Zukunftsverträglichkeitsprüfung ablegen – ich glaube, wir würden sie nicht bestehen!

Wichtiger als ständige Beschleunigung scheint mir Mäßigung zu sein. Das gilt nicht nur für diejenigen, die in den Tretmühlen unserer gegenwärtigen Arbeitswelt stehen, sondern ganz besonders für die wirtschaftlichen und politischen Eliten. Auch für die, die sich gegenwärtig in unserem Land abmühen, endlich eine handlungsfähige Regierung zu bilden!

Ich selbst wanke auf mein achtes Lebensjahrzehnt zu. Das ist die Zeit, wo man Rückschau hält, Abstand gewinnt, sich selbst hinterfragt. Was brauche ich noch in meinem Leben, im Alltag meiner Jahre? Ich besitze kein Auto, fahre Zug oder auf dem Fahrrad. Und wenn ich über den feinkörnigen Strand der Ostsee schreite, ist nach mir fast kein Fußabdruck zu sehen. Es handelt sich hierbei um den Fußabdruck eines ökologisch lebenden Menschen.

Dieter Lehmann,
Falkenberg/Elster