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| 01:09 Uhr

Investition in die Zukunft

Schwarze Zahlen wird wohl kaum ein Aussteller auf der gestern beendeten Grünen Woche schreiben.

Im Gegensatz zur Messeleitung, die aus verständlichen Gründen eine zurückkehrende Kauffreunde beobachtet haben will, haben Firmen aus der Lausitz und der Elbe-Elster-Region weiterhin die „Geiz-ist-Geil“ -Mentalität bei den Kunden festgestellt.
Der Umsatz in den Ausstellungshallen steht auf der Grünen Woche aber ohnehin nicht im Vordergrund. Die weltgrößte Schlemmermeile ist vielmehr der beste Testmarkt für neue Produkte und wichtig für die Imagepflege. Wer mit seinen Erzeugnissen in den Messehallen unter dem Funkturm wahrgenommen wird, kann darauf hoffen, dass Kunden später in Supermärkten nach dem verlangen und greifen, was sie in Berlin vielleicht das erste Mal gesehen haben. Sich hier zu präsentieren ist vor allem eine vernünftige Investition in die Zukunft.
Die Nähe zur Bundeshauptstadt macht die Grüne Woche vor allem für Erzeugerbetriebe in Brandenburg interessant. Es ist nur folgerichtig, dass sich die Mark als größter nationaler Aussteller weiter profilierte.
500 000 Euro für eine eigene Halle in die Hand zu nehmen, ist in Zeiten knapper Kassen sicher nicht leicht gefallen. Selbst wenn man den Nutzen nicht sofort in Euro und Cent ausdrücken kann, dürfte diese halbe Million aber viel besser angelegt sein, als manch andere Geldspritzen in der Vergangenheit.