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| 21:47 Uhr

Post aus Berlin
Hoffnungsträgerwird Hinterbänkler

Stefan Vetter
Stefan Vetter FOTO: Redaktion / LR
Auf dem jüngsten SPD-Parteitag in Wiesbaden wurde Martin Schulz zwar noch einmal gefeiert, was auch eine Menge Heuchelei in sich barg. Im wahren Leben ist der einstige 100-Prozent-Parteichef aber nur noch Hinterbänkler. Der vormalige SPD-Hoffnungsträger sagt von sich selbst, dass das vergangene Jahr das „beschissenste“ seiner politischen Karriere war. Muss man sich wegen seines dramatischen Absturzes um ihn Sorgen machen?

Eher nicht. Schließlich hat sich der Sozialdemokrat auch in früheren Lebenskrisen immer wieder aufgerappelt. Angeblich hat sich Schulz schon länger darauf gefreut, ein Buch über Kaiser Karl V. zu verfassen. Buchhändler hat Schulz ja schon mal gelernt.

Und auch sonst würde das ganz gut passen. Schließlich trat Karl V. im Jahr 1556 ebenfalls zurück und teilte seine Ländereien zwischen dem ältesten Sohn und dem jüngeren Bruder auf. Bei den „Sozen“ müssen es nun Andrea Nahles und Olaf Scholz richten.

⇥politik@lr-online.de