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| 18:17 Uhr

Kommentar
Historisch schlechtes Ergebnis für Woidke

 Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Annähernd jeder fünfte Delegierte des SPD-Parteitags in Potsdam hat nicht für Dietmar Woidke als Spitzenkandidat der märkischen Sozialdemokraten gestimmt.

Das ist ein historisch schlechtes Ergebnis – und ein denkbar schlechter Start in den Wahlkampf für die Landtagswahlen am 1. September.

Denn auch Woidkes innerer Zirkel, das Kernteam seiner Regierung, wurde von den Delegierten abgestraft. Weder Generalsekretär Erik Stohn noch Fraktionschef Mike Bischoff erzielten bessere Werte. Stimmenkönigin wurde ausgerechnet Stohns Vorgängerin Klara Geywitz, die sich in den letzten Wochen einen Namen als Gegnerin des Ministeriumsumzugs nach Cottbus machte. Und das trotz aller Appelle an den Zusammenhalt der Partei, trotz der betont kämpferischen Stimmung, trotz eines extra eingespielten Videogrußes von Matthias Platzeck.

Der SPD ist klar, dass die letzte Legislaturperiode nicht optimal verlaufen ist, und die Regierung Woidke – vorsichtig formuliert – großes Verbesserungspotential besitzt. Das ist die Botschaft des Potsdamer Parteitags. Und dabei können die Sozialdemokraten noch froh darüber sein, in Brandenburg zu sein. In jedem anderen Bundesland nämlich wären solche Leistungen, wäre ein solcher Parteitag nämlich gleichbedeutend mit dem Erwerb einer Direktfahrkarte in die Opposition.