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| 21:20 Uhr

Am Rande
„Hasta luego – wir sehen uns!“

 Michael Gabel
Michael Gabel FOTO: MOZ
Wer kennt es nicht, das „Suppenkoma“ – den Zustand also, wenn nach dem Verzehr des Mittagessens das Gehirn einen Gang herunterschaltet. Selbst bei motivierten Mitarbeitern erlahmt dann oft der Schwung. Von Michael Gabel

Deshalb hat der Komiker und Kabarettist Thomas Hermanns mit seiner Forderung recht: Deutschland braucht die Siesta.

„Wir können nicht durcharbeiten“, sagt er und verweist sowohl auf die gegenwärtige Hitzeperiode als auch auf den menschlichen Biorhythmus. Ach, wäre das schön: Leben wie einst die Spanier – die allerdings auf die Siesta (wörtlich übersetzt: die sechste Stunde) angesichts der vielen Klimaanlagen im Land immer öfter verzichten. Macht nichts: Dann sind wir die neuen Spanier – und haben endlich Zeit zum Spazierengehen und zum Durchschnaufen auf einer Parkbank. Danach geht’s ausgeruht zurück auf Arbeit.

Aber verlieren wir da nicht ein Stück unserer deutschen Arbeitskultur – stets zu Diensten und immer am Platz? Das muss nicht sein. Damit aber der Wechsel nicht allzu abrupt ausfällt, könnten Arbeitnehmer während der kurzen Zeit ihrer Abwesenheit ein Schild aufstellen: „Hasta luego – wir sehen uns!“