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| 20:42 Uhr

Kommentar
Für Visionen zu kämpfen, lohnt sich

 Torsten Richter-Zippack
Torsten Richter-Zippack FOTO: Steffen Rasche
Im Mai 2019 ist in Großräschen eine Vision Wirklichkeit geworden. Ein Vierteljahrhundert nach der ersten Idee wurde der Hafen am See eingeweiht. Seien wir ehrlich: Wer, bitteschön, konnte sich Mitte der 1990er-Jahre anstelle des damaligen Tagebaus Meuro einen 800 Hektar großen See, der mit einem Hafen versilbert wird, vorstellen?

Häme und Neid sind Großräschens Bürgermeister Thomas Zenker aus der damaligen Zeit in Erinnerung geblieben. Inzwischen hat sich das Lausitzer Seenland ein großes Stück weiterentwickelt.

Neid und Häme sind eher selten geworden. Stattdessen haben es die Vor-Ort-Protagonisten verstanden, dass sich Visionen nur gemeinsam verwirklichen lassen. Ohne Visionäre gebe es in der Region weder schiffbare Kanäle, noch einen rostigen Aussichtsturm mit Kultstatus, noch einen grenzüberschreitenden Tourismusverband.

Ein Wermutstropfen bleibt. Und zwar die Bürokratie. Man kann sich mit diversen Gesetzen, Verordnungen und Regeln das Leben selbst zur Hölle machen. Und dennoch: Für Visionen zu kämpfen, lohnt sich. Siehe Großräschen.

torsten.richter-zippack@lr-online.de