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| 21:01 Uhr

Kommentar
Golze bleibt nur der schnelle Rücktritt

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion
Drei Wochen ist es her, seit das Fernsehmagazin „Kontraste“ den Brandenburger Pharmaskandal um gestohlene und unwirksame Krebsmedikamente offenlegte. Aufgeklärt wurde seitdem fast nichts: Noch immer wissen viele Patienten und Angehörige von Verstorbenen nicht, ob ihre Liebsten vielleicht mit unwirksamen Medikamenten behandelt wurden.

Nur, dass der Versuch von Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze, sich hinter dem Verdacht von Korruption im eigenen Hause zu verstecken, gründlich schiefgegangen ist, ist seit gestern amtlich. In so einer Situation bleibt für die Linken-Politikerin eigentlich nur ein Ausweg: der schnelle, vorbehaltlose Rücktritt. Denn als harte Aufklärerin taugt Golze nichts. Statt sich Tag und Nacht mit dem Skandal zu beschäftigen, absolviert sie Fototermine in Krankenhäusern und verschickt belanglose Presseerklärungen zur Pflege.

Die Linken in Potsdam waren in den vergangenen Jahren der stärkere Partner in der Koalition. Und es ist auch ein Zeichen von Regierungsfähigkeit und Stärke, nicht in blindem Kadavergehorsam an einer Genossin festzuhalten, die mit ihrem Amt überfordert ist.