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| 23:23 Uhr

Kommentar
Gewalt ist nieeine Lösung

Bodo Baumert
Bodo Baumert FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Ein deutlicher Rückgang der politisch motivierten Gewalt in der Lausitz – das ist erst einmal eine positive Nachricht. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Denn die prozentualen Rückgänge in Brandenburg und Sachsen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Zahlen weiterhin auf einem viel zu hohen Niveau bewegen. Der Zuzug der Flüchtlinge ab 2014 hat nicht nur zu einem Anstieg von Hetze und Hass im Netz geführt, sondern auch zu mehr Gewalt auf der Straße. Das ist nicht die Schuld der Menschen, die hier Zuflucht suchen. Es ist die Schuld derjenigen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Und die in der sich ausbreitenden Fremdenfeindlichkeit eine Rechtfertigung für ihre Taten sehen. Die gibt es aber nicht. „Gewalt darf kein Mittel der Politik sein! Wer dies anders sieht, hat den Boden der Demokratie bereits verlassen“, hat Brandenburgs Innenminister Schröter am Freitag festgestellt.

Dem kann man nur zustimmen. Gewalt ist nie eine Lösung, aber immer ein Problem. Hier müssen Polizei und Justiz weiterhin wachsam sein und durchgreifen. Eine Aufklärungsquote von mehr als 80 Prozent – das ist die eigentliche gute Nachricht.