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| 19:36 Uhr

Kommentar
Geschickter Schachzug

Benjamin Lassiwe
Benjamin Lassiwe FOTO: LR
Mehr als ein Jahr vor der Landtagswahl kündigt Dietmar Woidke an, Landesvorsitzender und Ministerpräsident bleiben zu wollen. Das ist ein geschickter Schachzug. Denn nach dem Chaos mit der Kreisgebietsreform und den zahllosen anderen Pleiten der letzten Jahre wächst auch in der SPD der Unmut mit dem Lausitzer. Von Benjamin Lassiwe

Das Vorpreschen könnte nun für Ruhe sorgen: Denn jede und jeder, der oder die jetzt noch seinen Hut in den Ring wirft, kandidiert gegen Dietmar Woidke. Und sorgt damit für Unruhe in der Partei. Denn so wichtig die innerparteiliche Demokratie und die Möglichkeit, zwischen mehreren Kandidaten abzustimmen, für die Selbstfindung der Brandenburger SPD in diesen Tagen sein mag: Jeder Gegenkandidat riskiert ein Gemetzel, das am Ende Wählerstimmen kosten kann. Und das kann sich die ohnehin am Boden liegende märkische Sozialdemokratie nun wirklich nicht mehr leisten. Es sei denn, die erklärten Wahlziele für 2019 lauten: „SPD auf ostdeutschem Normalmaß“ und „Wiederaufbau in der Opposition.“