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| 17:24 Uhr

Kommentar
Fuchs trifft Novizin

Hagen Strauß
Hagen Strauß FOTO: LR / Redaktion
So schnell geht das in der Politik. Was eben noch auf Betreiben einer hartnäckigen SPD eine Krise des Innenministers und auch der Kanzlerin gewesen ist, kommt wie ein Bumerang zu den Genossen zurück. Von Hagen Strauss

Hans-Georg Maaßen muss seinen Sessel zwar (irgendwann) räumen. Das hat die SPD erreicht. Doch er fällt nach oben. Pech gehabt, Genossen. Der alte Fuchs Horst Seehofer hat die Novizin Andrea Nahles mal eben gekonnt ausgetrickst, in dem er sich konsequent ans Dienstherrenprinzip gehalten und auf seine Zuständigkeiten gepocht hat. Da musste auch die Kanzlerin kapitulieren, um ihre Kanzlerschaft nicht zu gefährden.

Nun steht die SPD ziemlich belämmert da. Sie hat sich bei einer Personalie verkämpft, aber am Ende nur einen halben Erfolg erzielt, der auch nur schwer vermittelbar ist.

Die Vorsitzende Andrea Nahles wird in den nächsten Tagen einiges zu erklären haben. Ohnehin grummelt es in der Partei, weil bislang nicht zu erkennen ist, wie Nahles und ihre Getreuen die alte Tante SPD wieder aus dem Jammertal der Umfragen führen wollen. Wenn das überhaupt noch möglich ist.Nichts verfängt. Kein Mietenkonzept, keine zusätzlichen Verbesserungen bei der Rente, keine arbeitsmarktpolitische Maßnahme.

Dass die Groko-Gegner nun einen zweiten Frühling verspüren, verwundert nicht. Für sie ist das Bündnis die Mutter aller SPD-Probleme. Doch so einfach ist es halt nicht.⇥ politik@lr-online.de