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| 19:09 Uhr

Kommentar zu Klima-Aktivisten
Gekommen, um zu bleiben

 Igor Steinle
Igor Steinle FOTO: MOZ
Das muss man ihnen lassen: Die Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ wissen, wie man Öffentlichkeit herstellt. Die versammelte Hauptstadtpresse haben sie ins Berliner Naturkundemuseum gelockt, wo sie vor lebensgroßen Dinosaurierskeletten, „den Opfern des letzten großen Artensterbens“, ihre Forderungen präsentierten und so für PR-taugliche Bilder sorgten.

Sie wollen die Debatte damit weg vom anderen öffentlichkeitswirksamen Coup bewegen, der sie überhaupt erst bekannt gemacht hat – den hitzig diskutierten Schülerstreiks – und hin zu konkreten Inhalten lenken. Ihre Forderungen kann man für überzogen oder zwingend notwendig halten, Argumente gibt es für beide Positionen. Wichtig war den Schülern und Studenten wohl vor allem eines: die Verstetigung ihrer Protestbewegung. Denn mit konkreten Zielen sind sie nicht mehr nur Träger einer diffusen Botschaft für mehr Klimaschutz, die in ihrer Unschärfe genauso schnell wieder verschwinden kann wie sie entstand. Sie haben damit den Schritt hin zur einer politischen Bewegung gemacht, die so schnell wohl nicht von der Bildfläche verschwinden wird.
politik@lr-online.de