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| 18:40 Uhr

Rettet Flugtaxi den Nahverkehr?
Da sind noch viele Hindernisse auszuräumen

 Dorothee Torebko
Dorothee Torebko FOTO: lr / LR
Ach, könnte ich jetzt nur fliegen: Das denken sich sicherlich viele Pendler, wenn sie morgens mal wieder im Stau stehen.

Wenn es nach Verkehrsminister Scheuer und Digitalministerin Bär geht, sollen Bürger dem Stau bald mit einem Flugtaxi davonschweben und so die Straße entlasten. Die Idee ist kein Hirngespinst: Namhafte Hersteller wie Daimler und Airbus sind am Flugtaxi-Geschäft beteiligt. Damit diese Vision Realität wird, müssen aber noch viele Hindernisse ausgeräumt werden.

Unklar ist, wer für die Flugsicherung der schwebenden Taxis zuständig sein wird. Die hiesige Sicherung ist schon jetzt überlastet und sucht händeringend Personal. Einen Rechtsrahmen gibt es ebenso wenig wie Infrastruktur in Form von Landeplätzen.

Außerdem: Wer haftet, wenn ein batteriebetriebenes Flugtaxi einen belegten Landeplatz nicht ansteuern kann, zu wenig Strom hat, abstürzt und Menschen tötet?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, können Flugtaxis eine Entlastung des Verkehrs bedeuten. Solange das nicht der Fall ist, muss Minister Scheuer andere Lösungen für die verstopften Straßen und vollen Busse sowie Bahnen finden. Diesbezüglich glänzt der Minister nicht gerade mit Innovation.

Flugtaxis gehören zur neuen Mobilitätswelt – doch sie sind Zukunftsmusik. Die Gegenwartsprobleme werden nicht einfach verfliegen.

⇥politik@lr-online.de