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| 19:17 Uhr

Kommentar
SteinbrücksStinkefinger

Stefan Vetter
Stefan Vetter FOTO: Redaktion / LR
Von der glücklosen SPD-Kanzlerkandidatur vor fünf Jahren ist interessierten Zeitgenossen wohl noch vor allem der Stinkefinger erinnerlich, den Peer Steinbrück damals der ganzen Nation zeigte – abgedruckt auf der Titelseite des Magazins einer überregionalen Tageszeitung. Nun hat Steinbrück abermals den Stinkefinger gezeigt. Symbolisch. Und zwar speziell seiner Partei. Von Stefan Vetter

„Das Elend der Sozialdemokratie“, heißt Steinbrücks neuestes Buch, welches sich als gnadenlose Abrechnung mit der eigenen Truppe versteht. Das Willy-Brandt-Haus? Eine „Schlangengrube“, schreibt Steinbrück. Die SPD? „Unfähig, mit ihren Erfolgen zu werben.“ Der Wahlkampf von Martin Schulz? „Haften geblieben ist mir der Besuch des Spitzenkandidaten in einer schleswig-holsteinischen Fischfabrik im Outfit eines Psychiatrie-Insassen“, formuliert Steinbrück – um an anderer Stelle zu behaupten: „Jeder Anflug von Häme liegt mir fern.“ Merke: Wer solche Parteifreunde hat, der braucht wirklich keine Feinde mehr.