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Kommentar
Es geht nicht ohne Vernunft

Frank Claus
Frank Claus FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Es ist ein Dauerbrenner. Im Kiessee Zeischa wird seit Jahren gebadet, obwohl dort noch aktiver Kiesabbau stattfindet. Verbotsschilder sind immer wieder aufgestellt worden. Den Drang der Badehungrigen und Sonnenanbeter haben die nie aufhalten können. Von Frank Claus

Ich kann mir schwer vorstellen, dass das je gelingt. Deshalb ist eins nötig: zügig Kompromisslösungen schaffen. Bereiche, in denen abgebaut wird, müssen klar abgrenzt werden. Dazu muss man nicht gleich das ganze Areal sperren!

Flächen, die ausgekiest sind, sollten schneller als bisher für eine touristische Nachnutzung ertüchtigt werden. Hier dem Bergwerksbetreiber die nötige Unterstützung zu geben, das ist eine Aufgabe des Landesbergamtes.

Ganz genau sollte man sich anschauen, wie die Bedingungen für die Bungalow-Anrainer verträglich gestaltet werden können. Für mich sind das sogar die Partner schlechthin für die Entwicklung des Kiessees. denn sie kümmern sich zuallererst um ihr intaktes Umfeld.

Kurzum: Auf dem jetzt anberaumten Gipfeltreffen auf dem „Kiesberg“ in Zeischa ruhen viele Hoffnungen. Wenn sich jede Seite konstruktiv einbringt, ist viel machbar.

Und eins bleibt unstrittig: Alle Nutzer des Kiessees stehen ebenso in der Pflicht! Das heißt auch, Verbotsschilder für ausgewiesene Bereiche zu akzeptieren.