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| 19:27 Uhr

Kommentar
Regional. Im Prinzip ja, aber . . .

 Frank Claus
Frank Claus FOTO: LR / Sebastian Schubert
Ernähren aus der Region? Im Prinzip geht das in der Lausitz. Es gibt genügend Fleischereien, die von sich behaupten, Schweine- und Rindfleisch aus einem maximal 50-Kilometer-Umkreis zu beziehen. Mit Bäckereien ist die Region gut gesegnet.

Bei Milchprodukten wären weite Transporte auch nicht nötig. Der Desserthersteller ODW in Elsterwerda zum Beispiel könnte den Bedarf an Milch und Joghurt locker decken. Fruchtaufstriche, Honig, regional gebrautes Bier und gekelterter Wein – alles da. Selbst Teichwirtschaften gibt es. Aber dann fällt auf, dass es das augenscheinlich Normalste kaum gibt: Wer erzeugt so viele Tomaten, Mohrrüben, Kohlrabi, Salat und Kartoffeln, dass die Lausitz satt wird?

Schnell wird klar, dass Regionalversorger zu Luftverpestern werden, weil sie kreuz und quer durch die Region fahren müssen, um den Tisch gedeckt zu bekommen. Eigentlich das Pfund für Wochenmärkte. Aber die bieten ihre Waren meist feil, wenn jüngere Generationen arbeiten. Oder Online-Plattformen. Ich bin da konservativ, will sehen, was ich zu essen kaufe.