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| 18:48 Uhr

Kommentar
Ziemlich dünn

Hagen Strauß
Hagen Strauß FOTO: LR / Redaktion
Der DFB ist durch die Vorwürfe seines ehemaligen Vorzeigefußballers Mesut Özil in eine tiefe Krise gerutscht. Da ist eine schriftliche Erklärung des Präsidenten Reinhard Grindel ziemlich dünn. Von Hagen Strauss

Zumal die Affäre zum Politikum mit hoher gesellschaftlicher Brisanz geworden ist. Und längst wird diskutiert, ob Grindel nicht zurücktreten sollte.

Auch der Inhalt der Erklärung ist wenig erhellend. Er erinnert zum Teil stark an das selbstbeweihräuchernde Funktionärsgerede, das man besonders gut von der FIFA kennt. „United by football“, lautet Grindels letzter Satz. Vereint durch Fußball. Genau das stimmt eben nicht mehr. Wenigstens gesteht Grindel ein, dass er sich nicht „unmissverständlich“ hinter Özil gestellt hat, als der nach dem Erdogan-Foto rassistisch angefeindet wurde. Dass er und andere allerdings nach der WM auch übel nachgekartet haben, das erwähnt Grindel mit keinem Wort. Er wolle sich der Debatte nicht entziehen, schreibt Grindel. Doch genau das tut er immer noch. Wieder fester im Sattel sitzt der Präsident noch nicht.