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| 17:23 Uhr

Kommentar
Entlarvende Flügelkämpfe

 Dorothee Torebko
Dorothee Torebko FOTO: lr / LR
In acht Wochen werden in Brandenburg und Sachsen neue Landtage gewählt. Und bisher sieht es so aus, als könnte die AfD in beiden Bundesländern künftig die stärksten Fraktionen stellen (wenn sie – so wie in Sachsen – nicht schon Probleme bei der Aufstellung ihrer Landesliste hat).

All jenen Ostdeutschen, die vorhaben, aus Frust diesmal AfD zu wählen, oder um den sogenannten Altparteien eins auszuwischen, bot das Wochenende jedoch politischen Anschauungsunterricht. Nämlich dazu, was sich hinter der vermeintlich konservativen Fassade verbirgt: Eine immer weiter nach rechts driftende Organisation, deren „Flügel“ an dunkelste Zeiten der Geschichte erinnert. Wenn da ein Andreas Kalbitz einen „Paradigmenwechsel für unser Land“ fordert und Björn Höcke sich am Kyffhäuser wie ein „Führer“ feiern lässt, sind selbst die gemäßigten Kräfte in der Partei erschrocken und gehen auf Distanz. Noch-Parteichef Alexander Gauland sieht sich gar genötigt zu erklären, dass die AfD zwar „Mut zur Wahrheit“ besitze, aber nicht gegründet worden sei, um „einen Raum zu schaffen, in dem jeder alles sagen kann“. Entlarvender geht es kaum.

⇥politik@lr-online.de