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| 18:38 Uhr

Reform des Urheberrechts
Eine Selbstverständlichkeit

Markus Grabitz
Markus Grabitz FOTO: LR / Redaktion
Aus zwei Gründen ist die Zustimmung des Europaparlaments zu einer grundlegenden Reform des Urheberrechts zu begrüßen. Zum einen ist es endlich gelungen, eine Mehrheit für ein Anliegen zu bekommen, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Nämlich dafür zu sorgen, dass dem permanenten und massenhaften Diebstahl geistigen Eigentums zulasten von Musikern, Journalisten und Künstlern im Internet ein Riegel vorgeschoben wird.

Der Beschluss ist die Voraussetzung dafür, dass die größten und kapitalmächtigsten Unternehmen der Weltwirtschaft wie Google, Facebook und Apple einen Teil der Milliardengewinne, die sie damit verdienen, dass sie das Herunterladen von geistigem Eigentum Dritter erlauben, an die Urheber abgeben.

Der dann letztlich doch überraschend deutlich ausgefallene Sieg der Befürworter eines starken Urheberrechts ist noch aus einem zweiten Grund ein Lichtblick. Damit ist der Versuch abgewehrt worden, mit einer Propaganda-Aktion die demokratische Entscheidungsfindung des europäischen Gesetzgebers zu torpedieren.

politik@lr-online.de